Posaunenchor Norderney

Das neuste Video: Bewahre uns Gott (19. April 2021)

So erging es dem Posaunenchor seit Beginn der Corona-Pandemie

Am 10. März 2020 fand die letzte Probe vor der Corona-Pandemie statt. Schon mit einem mulmigem Gefühl vor dem, was sich damals andeutete. Gudrun Fliegner, Inselkantorin auf Norderney, lies alle Bläserinnen und Bläser das Notenmaterial mit nach Hause nehmen. Es könnte ja sein, dass man sich ein paar Wochen nicht treffen kann…

Dann folgte der erste harte Lockdown. Viele Bläser*innen haben zu Hause zu Playalongs weiter am Repertoire des Chores geübt. Und als es die erste Freigabe zum Musizieren mit sechs Spieler*innen und viel Abstand für Open-Air-Gottesdienste gab, war der Posaunenchor bereit.

Eine Beerdigung, der ökumenische Pfingstmontagsgottesdienst, etliche Waldgottesdienste am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr an der Napoleonschanze und sogar ein Gottesdienst im Watt in der Surfbucht verschafften dem Posaunenchor wöchentlich Gelegenheiten, gemeinsam zu spielen und das zu Hause eingeübte zu Gehör zu bringen.

Mitte Juni gab es dann die Freigabe, open air mit viel Abstand proben zu dürfen. Das hat der Posaunenchor direkt genutzt und seine regelmäßige Probe am Dienstagabend in die Waldkirche an der Napoleonschanze verlegt. Die akustische Reichweite dieser Proben war nicht unerheblich und so wusste bald ganz Norderney: Der Posaunenchor probt wieder.

Ab dem 14. Juli durfte der Posaunenchor wieder im Gemeindesaal proben. Natürlich auch dort mit Hygienekonzept, Abständen, Desinfektion und Maske – außer beim Spielen. Das war wirklich ganz besonders schön!

Für Mitte August war eigentlich ein Workshopwochenende mit dem in der Bläserszene bekanntem Komponisten Traugott Fünfgeld geplant. Das wurde – wie so vieles – auf 2021 verschoben. Als Ersatz haben wir eine Sommermusik im Kurgarten hinter dem Konversationshaus gespielt.

Ende August endete die Waldgottesdienstsaison, so dass es mit der Probe am Dienstagabend jetzt nur noch einen regelmäßigen Termin pro Woche für die Bläser*innen gab. Nachdem wir alle Varianten und Besetzungsgrößen von sechs über acht Spieler*innen bis hin zur vollen Besetzung an verschiedensten Orten auf unserer Insel reichlich ausprobiert hatten, gab es am 20. September einen Gottesdienst in der Kirche mit dem Posaunenchor. Die Bläser*innen haben sich auf den seitlichen Emporen ganz nach hinten vor die Fenster gestellt. So war der maximale Abstand zur Gottesdienstgemeinde gewährleistet.

Weitere Probenabende im Gemeindehaus folgten, bis im November die erste große Infektionswelle Norderney erfasste. In der Spitze 28 Infektionen! Wir konnten wirklich gar nichts machen. Zumindest nicht analog. Digital hat sich der Posaunenchor bei den Norderneyer Adventsmomenten eingebracht. Seht selbst:

Im Dezember sind die Zahlen wieder sehr stark gefallen und wir konnten daran denken, wie wir Heilig Abend feiern. Und da durfte der Posaunenchor wieder spielen: Vormittags vor dem To Hus und um 15 Uhr auf dem Kurplatz – leider in reduzierter Zahl, es waren wieder nur acht Spieler*innen erlaubt. Auch, wenn vor der Pandemie ein Open-Air-Gottesdienst am Heilig Abend wegen des Wetters eine absurde Idee gescholten wäre, war das ein schönes Erlebnis!

Leider sind seit Weihnachten auch wieder Infektionen auf der Insel, so dass der Posaunenchor wieder zu Playalongs zu Hause spielt.

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