Doe-Orgel (Orgelkids)

Die Doe-Orgel ist eine kleine Orgel, die man selbst zusammenbauen kann. Weil man bei dieser Art der interaktiven Orgelführung selbst etwas tut und die Erbauerfirma Verschueren Orgelbau (http://www.verschuerenorgelbouw.nl) aus den Niederlanden stammt, heißt das kleine Instrument Doe-Orgel, zu Deutsch: Tu-Orgel. 

Das Instrument wird in einer Kiste geliefert. Sie enthält alle Teile, die man braucht, um die Doe-Orgel aufzubauen. Das kann man gut mit einer Gruppe von 3-8 Personen machen, auch mit Kindern ab 9 Jahren. Dabei setzt eine Gruppe den Rahmen zusammen, eine andere sortiert Pfeifen oder Tasten. Natürlich werden auch der Balg und die Windlade eingebaut. Und schließlich kann man die Orgel spielen!

Danach wird die Orgel wieder auseinandergebaut und in der Kiste verstaut. So ist alles für die nächste Gruppe bereit.

  • Nächster Termin: Freitag, 6. August, 10.00 Uhr
  • Ort: Gemeindehaus Gartenstraße 20 (am Haus rechts vorbei zum Gemeindesaal)
  • Kosten: 15 Euro (Erwachsene), 10 Euro (Kinder)
  • Eine Anmeldung ist erforderlich: Inselkantorin Gudrun Fliegner, gudrun.fliegner@evlka.de, Tel.: 0176 317 59 387

Normalerweise sind alle Einzelteile in einer Kiste verstaut. Hier sieht man das gesamte Material und die Kiste.

Als erstes baut man den Rahmen zusammen. Die einzelnen Teile werden ineinandergesteckt. 

Und damit man weiß, was genau wohin kommt, sind die Steckverbindungen mit römischen Ziffern gekennzeichnet.

  Wenn der Rahmen steht, widmet man sich den Tasten. 

Man muss sie erst sortieren. Anschließend werden sie in den Rahmen eingesetzt.

Das nächste Bauteil ist die Windlade. Sie ordnet den Wind den Registern und den Tonhöhen zu. 

An großen Orgeln ist es schwer zu zeigen, wie eine Windlage funktioniert.

An der Doe-Orgel kann man genau das ansehen und gut verstehen.

Wenn die Windlade eingesetzt ist, werden die Tasten mit Abstrakten, bei dieser Orgel sind es kleine Metallhaken, mit der Windlade verbunden.

Diese durchaus etwas mühsame Detailarbeit ist wichtig, sonst spielt die Orgel nicht.

 

Die Abstrakten sind durchnummeriert. Wenn man sich in der Reihenfolge vertut, haben die Tasten eine ganz ungleiche Höhe oder ziehen so stark, dass einzelne Töne die ganze Zeit erklingen. Das nennt man einen Heuler.

 

Dass auch so auch Seehundbabys so genannt werden, wird jede(r) verstehen, der/die beides schon einmal gehört hat.

Als nächstes geht es um die Winderzeugung. Der Blasebalg (Foto links) erzeugt den Wind. Aber noch ist der Wind ganz unstetig. Deswegen braucht man noch den Magazinbalg (Foto rechts). In ihm wird der Wind gesammelt, beruhigt.

Anschließend wird der Wind einem einheitlichen Winddruck über die Windkanäle in die Windlade geleitet.

Jetzt ist die Orgel schon fast fertig. Es fehlt aber noch etwas sehr Wichtiges: die Pfeifen (Foto links). Damit man später weiß, welche Pfeife in welche Bohrung gesteckt werden muss, werden die Pfeifen zunächst nach Größe sortiert – wie die Orgelpfeifen! (Foto rechts)

Danach beginnt man, die Pfeifen in die Bohrungen auf der Windlade zu stecken. Hier ist die richtige Reihenfolge der Pfeifen sehr wichtig. Wenn man zwei Pfeifen vertauscht, spielt die Orgel einfach falsche Töne.

Wenn die Orgel fertig aufgebaut ist, kann man sie auch spielen. Man braucht jemanden, der/die den Blasebalg betätigt, also einen Kalkanten, und jemanden, der/die die Tasten spielt. Die Orgel hat zwei Register und einen Tonumfang von zwei Oktaven.

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